Naturnah gärtnern

Ein naturnah gestalteter Garten kann Lebensräume für Pflanzen und Tiere schaffen und die biologische Vielfalt fördern. Dafür braucht es keinen bestimmten Gartentyp: Mit geeigneten Maßnahmen lassen sich in vielen Gärten Lebensräume schaffen und natürliche Abläufe unterstützen.

Vielfalt ist der Schlüssel zum Glück


Sie müssen Ihren Garten nicht grundlegend umgestalten. Schon mit ein wenig Wissen über Nützlinge und Schädlinge können Sie besser einschätzen, welche Tiere in Ihrem Garten tatsächlich problematisch sind und welche Sie besser schützen sollten.

Wenn Sie den Boden standortgerecht vorbereiten und unterschiedliche Pflanzen und Lebensräume berücksichtigen, können Sie gute Voraussetzungen für eine gesunde Pflanzenentwicklung und mehr biologische Vielfalt schaffen.

Dabei muss es nicht immer gleich der Spaten sein: Je nach Boden und Vorhaben kann es beim Vorbereiten eines Beetes ausreichen, den Boden lediglich zu lockern.

Düngen ja, aber richtig

Wenn Sie bereits beim Pflanzen Humus oder Kompost in den Boden einarbeiten, können Sie die Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen unterstützen und gute Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung schaffen.

Eine Abdeckung des Bodens mit organischem Mulch, beispielsweise mit kurzem Rasenschnitt, kann dazu beitragen, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten und ihn vor Austrocknung und Erosion zu schützen. Gleichzeitig kann organisches Material den Boden mit der Zeit mit zusätzlichen Nährstoffen versorgen und das Bodenleben unterstützen.

Wer Regenwasser sammelt, kann dieses beispielsweise auch zur Herstellung von Pflanzenjauchen verwenden. Besonders bekannt ist die Brennnesseljauche. Sie kann zur Nährstoffversorgung von Pflanzen eingesetzt werden und wird traditionell auch bei der Pflege verschiedener Pflanzen verwendet.

Unkräuter und Wildkräuter

Wer naturnah gärtnern möchte, kann seine Vorstellung davon, welche Pflanzen im Garten erwünscht sind, ruhig einmal neu betrachten. Schließlich ändern sich auch unsere Vorlieben immer wieder. So wurde die Weg-Rauke früher häufig als Unkraut betrachtet – heute ist sie als Rucola bekannt und wird gerne in der Küche verwendet.

Wildkräuter müssen aber nicht nur wegen ihrer Verwendung in der Küche einen Platz im Garten bekommen. Blühende Wildkräuter können Nahrungsquellen und Lebensräume für verschiedene Tiere bieten. Dazu gehören auch viele Nützlinge, die einen Beitrag zum natürlichen Gleichgewicht im Garten leisten können.

So können beispielsweise Marienkäfer und Florfliegen Blattläuse und andere kleine Schädlinge fressen. Weinbergschnecken ernähren sich dagegen überwiegend von abgestorbenen Pflanzenteilen und tragen damit zur Zersetzung organischen Materials bei. Welche Tiere im Garten vorkommen und welche Wirkung sie dort haben, hängt dabei von den jeweiligen Bedingungen und Lebensräumen ab.

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